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Von der Vision zum Game Changer: Wie KMUs durch Prototyping noch effizienter werden


Verschiedene Kabel mit Verbindungsteilen
Kabel eines Prototyp. Foto: @gaboconsulting

Was nicht passt, wird passend gemacht


Na, läuft's rund? In einer Welt, in der es die perfekte Lösung selten auf dem Silbertablett serviert gibt, braucht es Ideen, die in die Realität umgesetzt werden. Gerade dann, wenn Bedürfnisse sehr individuell sind, wird eine (Weiter-)Entwicklung von Technologien notwendig. Für die Entwicklung anwendungsbezogener Produkte setzen wir auf partnerschaftliche Zusammenarbeit, wie etwa bereits erfolgreich mit der Technischen Universität München zu einem wasserstoffbetriebenen Stromgenerator.

Eine weitere Möglichkeit, um einen innovativen Produkt-Entwicklungsprozess voranzutreiben, sind Prototypen. Mit Prototyping gibt es einen Weg, sich schnell und unmittelbar von der Zielgruppe Feedback einzuholen.


Proto, Wer?!


Prototypen sind Modelle oder Vorstufen eines Produkts, einer Software oder einer Idee, die erstellt werden, um Konzepte zu testen, zu validieren und zu verfeinern, bevor das endgültige Produkt entwickelt oder hergestellt wird. Quasi Versuchsmodelle, wenn man so möchte. Sie sind eine wichtige Methode in der Produktentwicklung, bei der Softwareentwicklung, im Designprozess sowie in der Unternehmensberatung. Hier sind einige Abgrenzungen in der Definition von Prototyping:


  • Designprototyp: Konzeptmodell zur Überprüfung ästhetischer und ergonomischer Merkmale


  • Geometrischer Prototyp: Maßgenaues Modell für erste Montage- und Gebrauchsversuche und zur Konkretisierung des (Material-)Anforderungsprofils


  • Funktionsprototyp: Prototyp, der bereits entscheidende funktionale Eigenschaften eines später in Serie gefertigten Bauteils aufweist


  • Technischer Prototyp: Mit dem Endprodukt weitgehend identisches Versuchsmodell


Vorteile von Prototyping im Überblick:

  • Beschleunigte Innovationszyklen

  • Fehlerfrüherkennung und Kostenreduktion

  • Nutzer -& Stakeholder-Einbindung

  • Erleichterter Übergang zu Forschung


Großer Vorteil der Nutzer-Zentrierung mit Prototyping: Das ist besonders spannend für KMUs


Die Ansprüche an Technologien können bei kleineren und mittleren Unternehmen sehr individuell sein. Um passende Lösungen anzubieten, ist es durchaus sinnvoll, die Nutzergruppe mit in den Entwicklungsprozess zu nehmen, um mit viel Empathie für Fragestellungen einen Blick auf die spätere Nutzung des Produktes oder Services zu erhalten. So entsteht ein ständiger Ideen- und Lernprozess mit wertvollen Erkenntnissen für Optimierungen. Dabei muss sich Prototyping nicht auf das spezifische Lösen von Problemen beschränken, sondern zum Teil auch sehr genau auf bestehende Abläufe passen.


Deutlich schwerer fällt hingegen eine Änderung, wenn das Produkt oder die Software schon fast fertig ist und nicht den Ansprüchen genügt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, gibt es den benutzerzentrierten Gestaltungsprozess: In allen Phasen der Entwicklung steht der Nutzer im Mittelpunkt. Gerade bei der Produktentwicklung ist der Punkt "erfahrbar machen" besonders wichtig und kann je nach Produkt oder Dienstleistung ausgebaut werden.



Eine abstrakte Figur im Mittelpunkt, über der Person steht Analysieren, rechts von ihr Gestalten, links daneben Testen und unten Erfahrbar machen
Der iterative benutzerzentrierte Gestaltungsprozess - eigene Darstellung



Prototyping im Kontext der technologischen Unternehmensberatung


Gerade in der Unternehmensberatung dreht es sich oft um die Bewältigung komplexer, sich ständig ändernder Probleme. Rapid Prototyping (eine Form des schnellen Modellbaus) ermöglicht es Berater:innen rasch, kleine Modelle und Prototypen zu erstellen, um mit kurzen Handlungswegen verschiedene Lösungsansätze zu testen.


Einen Einblick in unsere Prototypen-Schmiede gibt uns Leon


Leon ist Technologieberater und arbeitet gerade an einem unserer Projekte zu einem Prototyp und ist maßgeblich für die verschiedenen automatisierten Komponenten zuständig. Sowohl das Programmieren von Software und Tools steht auf seinem Programm, als auch die Hands On Anwendung am Prototyp selbst: Kabel müssen justiert und einzelne Teile geschraubt oder zusammen gebaut werden.


Ein junger Mann, der hinter vielen Kabeln zu sehen ist und seine Hand dahinter hält
Leon hands on an unserem Prototyp - Foto: gaboconsulting
"Theoriewissen in die Praxis umzusetzen und alle Herausforderungen zu bewältigen - das macht die Arbeit mit Prototypen für mich besonders spannend. Am Ende mag nur einer von fünf Lösungsansätzen funktionieren, aber gerade dieser eine kann den großen Erfolg bedeuten." - Leon.


Testing, Integration und Umsetzung


Der Prototyp wird so lange optimiert, bis der Zielprozess erreicht ist. Basierend auf den Erfahrungen aus der Entwicklung des Prototypen wird die finale maßgeschneiderte Automatisierungslösung beispielsweise mit Partnern aus Forschung und Technik eventuell weiter modifiziert und schließlich in gewünschtem Umfang an die jeweilige Industriefirma in Auftrag gegeben.



Warum scheuen viele KMUs den Schritt zu technologischer Unabhängigkeit?


Gegebenheiten, Ressourcenbeschränkungen wie Arbeitskräfte und Zeit, mangelndes Know-How wie spezialisiertes technisches Fachwissen und der fehlende Ausblick auf den unmittelbaren Nutzen sind einige der größten Hürden. Natürlich haben kleinere Unternehmen auch eine höhere Risikoaversion und selten die Ressource, neben dem täglichen Geschäft, Technologien auf Herz und Nieren durchzutesten. Oder schlicht und einfach: Das Wissen und Bewusstsein über die verschiedenen Anwendungsoptionen fehlt. Schulungen und Workshops bieten einen guten Einstieg, um mehr über verschiedene Anwendungsoptionen und Technologien zu erfahren und die individuell richtige Entscheidung zu treffen.


Unvergleichbarkeit als Alleinstellungsmerkmal und Steigerung der Effizienz


Zeit, Aufwand, Ressource - all das kann ein Prototyp optimieren. Und die Erkenntnis, dass technische Individualität in Form von Prototypen maßgeblich zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit beiträgt, ebnet den Weg zum "echten" Game Changer.


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