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Das Lager der Zukunft - Wie Trends um KI und Automatisierung die Business-Logistik verändern


futuristische Architektur mit grauen Etagen und Aufzügen aus Stahl
Foto: Piermanuele Sberni @Unsplash

Die Digitalisierung rund um "Smart Factory" schreitet maßgeblich voran und schon heute steigern innovative Entwicklungen den Erfolg vieler Unternehmen. Effizient zurückgelegte Wege innerhalb des Transports als auch eine optimale Lagerung sind wichtige Teile des großen Digitalisierungs-Spektrums und vereinfachen schon heute viele Abläufe. Wie KI (Künstliche Intelligenz) eine Logistik "wie von Geisterhand" gesteuert ermöglicht, welche Zukunft der Mensch in diesem Zusammenhang haben wird, wie aktuelle Entwicklungen den Klimaschutz stärken sollen und wie wir als technologische Unternehmensberatung den Trends und der Realität begegnen.


"Terminator-Lookalikes" und "Fliegende Warenhäuser": Was ist der aktuelle Stand der Forschung?


Vor einiger Zeit, war der humanoiden Roboter "Optimus" ein großer Hype. Dieser sollte laut Tesla-Chef Musk "alle Aufgaben erledigen, die ein Mensch nicht machen möchte". Um die eingehende Skepsis sowie das Misstrauen in die humanoid aussehende Maschine zu nehmen, beschwichtigt Musk mit den Worten, dieser sei "kein Terminator" und "ungefährlich". Jedoch sagt er voraus, dass [die Robotik] die Zukunft maßgeblicher verändern wird, als es Autos jemals taten. Noch nie wurde Technologie wie von Tesla auf den sozialen Medien u.a. so kommuniziert und anschließend diskutiert. Amazon ist in Sachen Warenhaus-Logistik auch schon einen Schritt in der Zukunft und ließ sich vor einigen Jahren das Patent für fliegende Warenhäuser eintragen. Dass Drohnen die Zustellarbeit von Paketen und Päckchen übernehmen sollen, ist schon länger bekannt. Aber auch über Luftschiff-ähnliche Warenhäuser, die die Waren über dem Zielpunkt verteilen sollen, wird gemunkelt. Klingt wie Science-Fiction? Ist aber bereits zum heutigen Zeitpunkt der aktuelle Stand in der Logistikforschung.


Autonomes Fahren: Alles steuert sich selbst in der Zukunft?


Neben der Lagerung wird die Key-Technology - das vollautomatisierte Fahren -entscheidend für eine autonome Logistik werden - mit vielen Einsatzmöglichkeiten: Zum einen im innerbetrieblichen Warenverkehr wie auf einem Werksgelände beispielsweise. Zum anderen aber auch im öffentlichen Verkehrsnetz. Ab diesem Zeitpunkt würde der Lieferverkehr nicht mehr von den Arbeitszeiten der Fahrer bestimmt und könnte somit innerstädtisch oder auf der Autobahn auch nachts erfolgen. Dies würde eine enorme Entlastung für Städte jeder Größe so wie auf Autobahnen darstellen, da Transporte außerhalb der Rush-Hour verlagert sind. Dem kontinuierlich steigendem Güterumschlag und gleichzeitig der Emissionsreduktion gerecht zu werden, stellt die Logistik vor große Herausforderungen. Vollautomatisierte Fahrzeuge auf Elektro- oder Wasserstoffbasis ermöglichen ansatzweise die Befriedigung der Bedarfe von Wirtschaft und Umwelt gleichermaßen. Individuell angepasste Geschäftsmodelle schließen zudem die wirtschaftliche Lücke, die durch eine solche Prozess-Revolution entstünde.

Auch der Einsatz von KI-betriebener Robotik wird in einigen Lagern bereits angewandt, die einen hohen Automatisierungsgrad aufweisen. Automatische Lagersysteme in einem begrenzten Rahmen sind bereits jetzt schon möglich. Die Lagereffizienz wird zudem in der Zukunft einen starken Wachstums-Push erleben. Auch weil durch effektiv eingesetzte Automatik ressourcensparend und effektiv gearbeitet werden kann. Diese Effizienz wird auch eine neue Definition erlangen, das Lager-Management wird erheblich schneller, Prozesse werden selbst-lernend überwacht, der Spielraum für Fehler wird geringer.


Ein Zusammenspiel aus Mensch und Maschine im Lager der Zukunft


Menschliche Arbeitskräfte werden in der Logistik, enger gefasst im Lagerspektrum, zukünftig nur eine minimale Rolle spielen und sich auf Wartungsarbeiten der Maschinen beschränken. Bis diese Prognose greift, sollen zwei Jahrzehnte vergehen. Wie Elon Musk bereits über seinen Optimum-Roboter berichtet, soll die autonome Maschine den Teil der menschlichen Arbeit ersetzen, die unangenehm oder gar risikoreich ist.

Die Zusammenarbeit mit den Maschinen erfolgt durch die Kommunikation mit den "technischen Mitarbeitern" und durch zwei Ebenen: Einmal durch die komplexere Programmierebene, zum anderen durch eine eher simple Befehlseingabe. Beispielsweise via Spracheingabe-Funktion, wie wir es bereits durch die künstliche Intelligenz "Alexa" kennen. Nach und nach werden Arbeitskräfte lernen einen effektiven Mensch-Maschine-Arbeitsprozess zu entwickeln und umzusetzen - mit Maschinen, die Aufgaben erledigen, die menschliche Körperkraft ersetzen oder prozessuale Dienste abnehmen wie etwa das Erstellen von Dienstplänen. Der gegenwärtige Fachkräftemangel treibt die Entwicklung in diese Richtung nochmal zusätzlich an und bewirkt schon heute deutlich spürbare Auswirkungen.


Der Mensch spielt im Digitalisierungs-Kontext immer eine tragende Rolle, denn letztendlich muss dieser Maschinen und Programme bedienen können, entscheidende Stichworte sind hier Anwendbarkeit und Prozess-Integration. Auch der psychologische Aspekt ist dringend zu berücksichtigen. Wie werden Maschinen und neuartige Programme vom Menschen angenommen und in neue Prozesse eingeführt? - Diese Diskussion und Fragestellungen sollten vor einer Adaption digitalisierter Prozesse stattfinden. Technical Consulting 4.0: Digitale Transformation


Welche Trends von Lager und Logistik der Zukunft unterstützen den Klimaschutz?


Wie bereits im Vorfeld erwähnt, kann das autonome Fahren im Logistikbereich mit emissionsarmen Antrieben den Faktor der Nachhaltigkeit stärken. Nachhaltige Logistik von Morgen ist in allen Bereichen digitalisiert und dekarbonisiert: Auf der Schiene, der Straße und in der Luft. Die erhöhte Prozesseffizienz bei allen zurückgelegten Güter- und Transportwegen spart Emissionen ein. Die großen Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) entwickeln sich in Richtung einer Plattformökonomie mit dem Ziel einer optimalen Datengrundlage für effiziente Entscheidungen und innovative Geschäftsmodelle. Auftragsprognosen werden digital erstellt, Engpässe können somit vermieden, Aufträge optimal gebündelt und die Umwelt durch die gewonnene Effizienz entlastet werden.

Die Digitalisierung in der Logistik betrifft viele Branchen und beinhaltet ein enormes Potenzial. Durch die Adaption innovativer Technik im Logistikbereich können Ressourcen optimal eingesetzt werden. Dank der weiter rasant werdenden Rechenleistung werden Maschinen auch künftig weitreichende und komplexere Aufgaben lösen können. Dort wo KI bereits im Einsatz ist, zeigen sich schon jetzt hohe Effizienzgewinne, sodass sich die Technologie in wenigen Jahren vom Wettbewerbsvorteil zum unverzichtbaren Grundpfeiler für eine aktive Marktbeteiligung entwickelt.


ein junger Mann und eine junge Frau, die mit einem Roboter interagieren
Mit einem Roboter arbeiten? foto: Unsplash

Die Erwartung an die Zukunft ist hoch.

Wo können KMUs ansetzen?


Zugegeben, Industrie-Revolutionen klingen in der Gesamtheit manchmal nach Science-Fiction. Auch die Vorstellung mit Maschinen einen Alltag zu entwerfen erweckt bei manchem den Eindruck eines Zukunfts-Szenarios. In der Realität liegt der Digitalisierungsgrad bei Unternehmen weit auseinander: Während sich einige auf einem hohen Stand befinden, sind andere nicht mal ansatzweise digital. Wie können also gerade Klein- und Mittelständler ansetzen?

Wichtig in der initialen Analyse von Unternehmen ist die individuelle Betrachtungsweise und das Hinterfragen von bestehenden Prozessen. Im nächsten Schritt wird mit einem ganzheitlichen Spektrum an gegebenen Möglichkeiten und dem technischen Verständnis der Ansatz ermöglicht, durch effiziente digitale Prozessveränderung einen großen Impact zu erzielen. Was passiert, wenn ich vorhandene Prozesse bei der Digitalisierung nicht hinterfrage? Nun ja, habe ich einen schlechten Prozess und digitalisiere diesen nach einem gewissen Schema, bekomme ich meinen schlechten Prozess nun in digitalisierter Form als Outcome und kann wirtschaftliche Potenziale nicht ausschöpfen. Das konsequente Hinterfragen der Sinnhaftigkeit sichert hier einen effizienten Ressourceneinsatz.


Doch wie gelingt der optimale Einstieg? Jedes Unternehmen muss individuell seine Relevanz für das Thema Digitalisierung erkennen. Die Vorteile und positiven Auswirkungen sind nicht von der Hand zu weisen und der Bedarf in der Umsetzung ist enorm. Doch nicht in allen Bereichen macht eine durchgehende Digitalisierung von jetzt auf gleich Sinn, sondern muss smart, kostenschonend und richtig priorisiert erfolgen. Gerade in der konkreten Umsetzung sind noch viele Fragen offen. Das Thema Smart Factory oder Industrie 4.0 sind für viele Unternehmen reine Zukunftsmusik (Siehe unser Blogbeitrag zum aktuellen Stand von Industrie 4.0: 10 Jahre Industrie 4.0 - Résumé und Aussicht.


Interessiert? Digitalisierte Lagerprozesse in einem unserer aktuellen Projekte:




Quellen:

Aktueller Stand Logistik: Die Wirtschaftsmacher

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